Schneller als gedacht sind Jürg und ich am Samstag , 25. September in La Paz eingefahren. La Paz ist für uns der Ort, wo wir die Baja California via Fähre verlassen werden und nach Mazatlan an das mexikanische Festland weiterreisen werden.
In La Paz blieben wir 3 Nächte in einem sehr gemütlichen Hotel/ Hostel wo wir viele Leute antraffen die sonst irgendwie unterwegs waren. Auch machten wir einen Bootsausflug rund um die vorgelagerten Inseln. War sehr schön, besonders das Schnorcheln zusammen mit den vielen farbigen Fischen und den Seelöwen die nur so um einen herumschwammen. Bilder davon gibts im Album Mexico.
Dienstag, 28. September 2010
Mittwoch, 22. September 2010
Wenn sich Velofahrer über Gegenwind freuen
Nun sind wir in Loreto angelangt. Die letzten paar Tage waren sehr anstrengend. Die Hitze ist beinahe unerträglich, ohne Übertreibung vergleichbar mit dem Luftstrom einen Haarfönes, um 10 Uhr Abends ist es immer noch gut 30 Grad warm. Jürg und ich saufen im Tag gut 12 Liter Flüssigkeit, bei den Einfahrten in den Übernachtungsorten gönnen wir uns oftmals je 1.5 Liter kühles Coca-Cola welches in 10 Minuten heruntergespült ist. Da es so warm ist und es unterwegs keine Versorgungsmöglichkeiten gibt, erhöht sich unser Gepäckgewicht jeweils um gut 10 kg, weil wir das Wasser und auch das zusätzliche Essen mitschleppen müssen. Da freuen wir uns auch über Gegenwind weil der wenigstens etwas zur „Abkühlung“ beiträgt.
Übrigens gibt es neue Bilder im Album Mexico
Unterwegs trafen wir zwei Pärchen (aus der Schweiz und Deutschland, beide motorisiert) an mit denen wir an verschiedenen Orten gemeinsam übernachteten. Immer wieder spannend sich mit anderen Leuten auszutauschen.
Morgen gehts dann weiter gegen Süden, die "Sierra Gigante" steht an. Da es so heiss ist, starten wir (wie auch an den Tagen zuvor) sehr früh morgens, meistens so zwischen 6- und 7 Uhr.
Übrigens gibt es neue Bilder im Album Mexico
Unterwegs trafen wir zwei Pärchen (aus der Schweiz und Deutschland, beide motorisiert) an mit denen wir an verschiedenen Orten gemeinsam übernachteten. Immer wieder spannend sich mit anderen Leuten auszutauschen.
Morgen gehts dann weiter gegen Süden, die "Sierra Gigante" steht an. Da es so heiss ist, starten wir (wie auch an den Tagen zuvor) sehr früh morgens, meistens so zwischen 6- und 7 Uhr.
Neues Bilder Album "unterwegs angetroffen" eingerichtet
Letzthin unterhielten Jürg und ich uns darüber, was nach einer solchen Reise am besten in Erinnerung bleiben wird. +/- übereinstimmend kamen wir zum Schluss, dass trotz überwältigenden Landschaften schliesslich die Personen, mit denen wir zu tun hatten die sein werden, an die wir uns am meisten erinnern werden. Nicht nur aus diesem Grund aber auch deswegen habe ich ein neues Album eröffnet, wo wir diese Begegnungen versuchen fest zu halten. Hier gehts zu den Bildern.
Dienstag, 14. September 2010
Baja California: Eine traumhafte Landschaft und nicht nur das...
Gestern Montag, 13. September sind Jürg und ich in Guerrero Negro, d.h. in der Mitte der Baja California angekommen. Die Stadt bietet mit 8'000 Einwohner eine gute Infrastruktur die wir geniessen nachdem wir ein paar Tage in der "Wildnis" verbracht haben. Da ich von einem unbekannten Insekt oder ähnlichem am rechten Knie gestochen wurde und es deswegen ziemlich angeschwollen ist, machen wir auch gleich einen Pausentag hier und hoffen, das dass Knie wieder abschwillt. Den Pausentag haben wir auch verdient, nachdem wir vorgestern eine Megaetappe von gut 135 km gefahren sind.
Die letzten paar Tage waren einfach perfekt: Die Landschaft wurde nach jeder Kurve immer noch schöner. Neue Bilder davor gibt es im Album Mexico. Da es zwischendurch keine Hotels/ Motels bzw. Campingplätze gab, übernachteten wir ein paar Mal wild. Besondes das eine Mal im Kakteenwald wird mir lange in Erinnerung bleiben. Wir fanden ein schönes Plätzchen sichtgeschützt von der Strasse. Am Abend ein Sonnenuntergang, dazu die Filmmusik von "Once upon a time in the west"; ein Gefühl wie im Western.
Als ich am Morgen danach erwachte staunte ich nicht schlecht als ich die ganze Landschaft im Nebel versunken vorfand. So konnte ich mir wenigstens erklären, wie hier überhaupt noch Pflanzen zu Wasser kommen bzw. wachsen können. Keine Stunde später war der Nebel weg und die Sonne fing an, die Umgebung aufzuheizen.
Die Westernstimmung begleitete uns übrigens auf in diesem Abschnitt der Baja immer wieder. Wenn wir jeweils in den Wellblechrestaurants Mittag assen und zwischendurch der Wind wieder Staub von der Strasse rein blies und dazu noch die Eingangstüre hin und her schlug, die Temperatur auf knapp 40 Grad anstieg und die Luft vor Hitze flimmerte, dann fehlte nur noch das Clint Eastwood das Lokal betreten hätte.
Ganz und gar nicht in Westernstimmung sind die Mexicaner. Extrem freundlich, die Bauarbeitertrupps feuern uns immer wieder zu Höchstleistungen an und die Lastwagenfahrer überholen uns sehr grosszügig und grüssen auch immer. Wenn dann bei einer längeren Steigung ein Lastwagen gaaaanz langsam an uns vorbeifährt/ überholt können wir uns auch an ihm anhängen, sehr praktisch :-). Auch die regelmässigen Militärkontrollen die es auf der Strecke gibt sind für uns eine willkommene "Abwechslung" die bis jetzt immer völlig problemlos waren, zudem hat es oft sehr, sehr schöne "Aussicht" ;-) wow!
Morgen geht es weiter Richtung Süden, ich denke das wir in ca. 10 Tagen in La Paz ankommen sollten um die Fähre auf das mexicanische Festland zu nehmen.
Spätestens da melden wir uns wieder.
Beste Grüsse, Stefanino
Die letzten paar Tage waren einfach perfekt: Die Landschaft wurde nach jeder Kurve immer noch schöner. Neue Bilder davor gibt es im Album Mexico. Da es zwischendurch keine Hotels/ Motels bzw. Campingplätze gab, übernachteten wir ein paar Mal wild. Besondes das eine Mal im Kakteenwald wird mir lange in Erinnerung bleiben. Wir fanden ein schönes Plätzchen sichtgeschützt von der Strasse. Am Abend ein Sonnenuntergang, dazu die Filmmusik von "Once upon a time in the west"; ein Gefühl wie im Western.
Als ich am Morgen danach erwachte staunte ich nicht schlecht als ich die ganze Landschaft im Nebel versunken vorfand. So konnte ich mir wenigstens erklären, wie hier überhaupt noch Pflanzen zu Wasser kommen bzw. wachsen können. Keine Stunde später war der Nebel weg und die Sonne fing an, die Umgebung aufzuheizen.
Die Westernstimmung begleitete uns übrigens auf in diesem Abschnitt der Baja immer wieder. Wenn wir jeweils in den Wellblechrestaurants Mittag assen und zwischendurch der Wind wieder Staub von der Strasse rein blies und dazu noch die Eingangstüre hin und her schlug, die Temperatur auf knapp 40 Grad anstieg und die Luft vor Hitze flimmerte, dann fehlte nur noch das Clint Eastwood das Lokal betreten hätte.
Ganz und gar nicht in Westernstimmung sind die Mexicaner. Extrem freundlich, die Bauarbeitertrupps feuern uns immer wieder zu Höchstleistungen an und die Lastwagenfahrer überholen uns sehr grosszügig und grüssen auch immer. Wenn dann bei einer längeren Steigung ein Lastwagen gaaaanz langsam an uns vorbeifährt/ überholt können wir uns auch an ihm anhängen, sehr praktisch :-). Auch die regelmässigen Militärkontrollen die es auf der Strecke gibt sind für uns eine willkommene "Abwechslung" die bis jetzt immer völlig problemlos waren, zudem hat es oft sehr, sehr schöne "Aussicht" ;-) wow!
Morgen geht es weiter Richtung Süden, ich denke das wir in ca. 10 Tagen in La Paz ankommen sollten um die Fähre auf das mexicanische Festland zu nehmen.
Spätestens da melden wir uns wieder.
Beste Grüsse, Stefanino
Donnerstag, 9. September 2010
Mexico, erste Tage in der Baja
Ganz unerwartet haben wir heute Internetzugang auf einem Camping, sodass wir erste Bilder hochladen konnten und einpaar Zeilen kann ich auch noch schreiben.
Der Grenzübertritt in Tecate nach Mexico war so etwas von entspannt, einfach toll. Der Migracion Beamte gab uns gleich das Maximum an Anzahl Tagen (180) wo wir nun in Mexico bleiben dürfen, nachdem ich ihm versucht habe zu erklären das die standardmässigen 90 Tage bei Veloreisenden doch etwas knapp seien. Der Grenzbeamte winkte uns auch gleich durch ohne etwas von unserem Gepäck zu prüfen. In Tecate versorgten wir uns mit Pesos und viel wichtiger mit reichlich Wasser. Es war schon verdammt heiss (knapp 40 Grad) als wir abfuhren. Zusätzlich erschwerden kam dazu, dass die Strasse ca. die Hälfte eine Welchblechpiste mit üblen Löchern war, weil die reguläre Strasse gerade in Stand gesetzt wird. Trotzdem, wir erreichten unseren ersten Zeltplatz gerade noch bevor es dunkel wurde..
Am nächsten Tag ging es weiter nach Ensenada, wo wir im Motel übernachteten.
Bis jetzt kommt mir Mexico sehr symphatisch rein: Entspannte und äusserst freundliche Leute (wurde schon zu einem Hot Dog eingeladen), Autofahrer die meistens so gut überholen wie in den USA und Preise, die deutlich tiefer sind als in den USA. Letzte Motelübernachtung hat uns gerade mal 6 sFr.pro Person gekostet ! Nicht schlecht für unser Reisebudget!
Erste Bilder der Baja hat es auch, hier findet ihr sie.
Gruss und bis später, Stefan
Der Grenzübertritt in Tecate nach Mexico war so etwas von entspannt, einfach toll. Der Migracion Beamte gab uns gleich das Maximum an Anzahl Tagen (180) wo wir nun in Mexico bleiben dürfen, nachdem ich ihm versucht habe zu erklären das die standardmässigen 90 Tage bei Veloreisenden doch etwas knapp seien. Der Grenzbeamte winkte uns auch gleich durch ohne etwas von unserem Gepäck zu prüfen. In Tecate versorgten wir uns mit Pesos und viel wichtiger mit reichlich Wasser. Es war schon verdammt heiss (knapp 40 Grad) als wir abfuhren. Zusätzlich erschwerden kam dazu, dass die Strasse ca. die Hälfte eine Welchblechpiste mit üblen Löchern war, weil die reguläre Strasse gerade in Stand gesetzt wird. Trotzdem, wir erreichten unseren ersten Zeltplatz gerade noch bevor es dunkel wurde..
Am nächsten Tag ging es weiter nach Ensenada, wo wir im Motel übernachteten.
Bis jetzt kommt mir Mexico sehr symphatisch rein: Entspannte und äusserst freundliche Leute (wurde schon zu einem Hot Dog eingeladen), Autofahrer die meistens so gut überholen wie in den USA und Preise, die deutlich tiefer sind als in den USA. Letzte Motelübernachtung hat uns gerade mal 6 sFr.pro Person gekostet ! Nicht schlecht für unser Reisebudget!
Erste Bilder der Baja hat es auch, hier findet ihr sie.
Gruss und bis später, Stefan
Letzte Tage in den USA
Nachdem Claudio den Flieger zurück in die Schweiz genommen hat, sind Jürg und ich weiter gegen Süden gefahren. L.A. ist aus städtebaulicher Sicht eine Katastrophe. Der Moloch breitet sich extrem auf alle Seiten aus. Ohne Übertreibung kann ich sagen, dass wir die letzten 2.5 Tage nonstop durch Städte gefahren sind ohne das wir zwischendurch nicht überbautes Gebiet passiert haben. Als Vergleich auf schweizerische Verhältnisse entspricht dies in etwa der Distanz Zürich – Bern. Allein um aus L.A. herauszukommen benötigten wir einen Tag. Dank dem GPS war die Navigation einigermassen einfach.
In Oceanside, kurz vor San Diego holte ich noch 2 Päckchen ab die ich mir aus der Schweiz bzw. Deutschland zusenden lies.
Die zweitletzte Nacht verbrachten wir in einem Aussenbezirk von San Diego in einem Motel.
Die Strecke L.A. – San Diego war nicht besonders attraktiv, halt sehr städtisch mit viel, viel Verkehr. Wir fuhren die ganze Zeit auf den Highways bzw. sogar manchmal auf Freeways (4 und mehr Spuren !).
Am nächsten Tag gings dann aus der Stadt heraus auf’s Land Richtung Tecate. Wir wählten Tecate Übertrittsort nach Mexico, weil wir verschiedentlich gelesen hatten und hörten dass es dort sehr friedlich und auch sicherer als Tijuana sein soll. Mehr dazu im Mexico Teil.
Der letzte Tag in den USA von San Diego nach war sehr anstrengend. Es ging von praktisch 0 Meter über Meer auf gut 800 Meter hinauf. Das Wetter war hervorragend, wir hatten gut 38 Grad im Schatten und Schatten hat es dort keinen! Eigentlich wollten wir auf einen Statepark um zu übernachten, der war jedoch kurzerhand von ca. 200 Feuerwehrleuten in Beschlag genommen worden, weil es in der Nähe einen Waldbrand hatte. Wir fragten wir bei Leuten in der Nachbarschaft nach. Chuck liess uns in seinem Garten übernachten, die ganze Nacht hörten wir Feuerwehrfahrzeuge die sich hier den Wassertank füllen liessen und wieder zum Brandherd zurück fuhren. Chuck züchtet übrigens Christbäume. Da dieser Job nicht „tagesfüllend ist, hat er sich noch eine andere Idee ausgedacht. Mehr dazu aufwww.hwy94.photo.com dort sind Jürg und ich unter Gallery- September - 5. auch zu sehen.
Zusammenfassend kann ich sagen das die USA ein super Reiseland sind. Meistens sehr schöne Zeltplätze mit speziellen „Hike-Biker Sites“, mega Supermärkte (besonders der Safeway) mit einer Auswahl die nicht mehr aufhört.
Ganz unerwartet sind die Amis auch sehr Fahrrad freundlich. Noch nie habe ich so rücksichtsvolle Autofahrer erlebt wie in den USA, selbst im Vergleich zur Schweiz. Da wird dutzende von Metern hinter dem Velo geduldig hinterher gefahren bis sich eine Gelegenheit ergibt wo man sicher und mit extrem viel Distanz überholen kann. In den Städten (so erlebt in S.F und L.A) haben die Velofahrer (und auch die Fussgänger) wie einen „eingebauten“ Vortritt, als Velofahrer selbst bei den Stops. Immer lassen einem die Autos die Vorfahrt.
Die Leute sind sehr offen und neugierig, ich bin immer sehr schnell in den Kontakt gekommen. Mit der Zeit haben die immer gleichen Fragen jedoch etwas genervt. Von wo kommt ihr, wohin fahrt ihr (mit der Zeit habe ich nicht mehr gesagt das wir nach Chile versuchen zu kommen) oft war die Aufregung zu gross, San Diego hingegen löste immer noch Begeisterung aus ohne das die Leute in Ohnmacht fielen.
Die Küste von Port Angeles (Washington) nach Sand Diego (Californien), in den USA „the Pacific Bike Route“ genannt ist sehr populär. Das heisst man trifft jeden Abend sicher um die 2 – 10 BikerInnen) an die auf demselben Weg sind. Die meisten davon fahren jedoch „nur“ bis S.F. oder L.A. Nach L.A. haben wir nur noch ein junges Frauen Duo getroffen die bis nach San Diego gefahren sind. Mir persönlich hat Washington und Orgeon am besten gefallen. Kalifornien war auch toll, dass die Leute oftmals „so cool“ sein wollen gefiel mir weniger gut, ab L.A war es dann auch „sehr urban“.
Nach gut 6 Wochen in den USA freue ich mich sehr auf Mexico und bin gespannt, wie es dort weiter geht. Baja wir kommen!
Ach ja, natürlich habe ich noch ein paar neue Bilder in den USA Ordner eingestellt, hier seht ihr sie.
In Oceanside, kurz vor San Diego holte ich noch 2 Päckchen ab die ich mir aus der Schweiz bzw. Deutschland zusenden lies.
Die zweitletzte Nacht verbrachten wir in einem Aussenbezirk von San Diego in einem Motel.
Die Strecke L.A. – San Diego war nicht besonders attraktiv, halt sehr städtisch mit viel, viel Verkehr. Wir fuhren die ganze Zeit auf den Highways bzw. sogar manchmal auf Freeways (4 und mehr Spuren !).
Am nächsten Tag gings dann aus der Stadt heraus auf’s Land Richtung Tecate. Wir wählten Tecate Übertrittsort nach Mexico, weil wir verschiedentlich gelesen hatten und hörten dass es dort sehr friedlich und auch sicherer als Tijuana sein soll. Mehr dazu im Mexico Teil.
Der letzte Tag in den USA von San Diego nach war sehr anstrengend. Es ging von praktisch 0 Meter über Meer auf gut 800 Meter hinauf. Das Wetter war hervorragend, wir hatten gut 38 Grad im Schatten und Schatten hat es dort keinen! Eigentlich wollten wir auf einen Statepark um zu übernachten, der war jedoch kurzerhand von ca. 200 Feuerwehrleuten in Beschlag genommen worden, weil es in der Nähe einen Waldbrand hatte. Wir fragten wir bei Leuten in der Nachbarschaft nach. Chuck liess uns in seinem Garten übernachten, die ganze Nacht hörten wir Feuerwehrfahrzeuge die sich hier den Wassertank füllen liessen und wieder zum Brandherd zurück fuhren. Chuck züchtet übrigens Christbäume. Da dieser Job nicht „tagesfüllend ist, hat er sich noch eine andere Idee ausgedacht. Mehr dazu aufwww.hwy94.photo.com dort sind Jürg und ich unter Gallery- September - 5. auch zu sehen.
Zusammenfassend kann ich sagen das die USA ein super Reiseland sind. Meistens sehr schöne Zeltplätze mit speziellen „Hike-Biker Sites“, mega Supermärkte (besonders der Safeway) mit einer Auswahl die nicht mehr aufhört.
Ganz unerwartet sind die Amis auch sehr Fahrrad freundlich. Noch nie habe ich so rücksichtsvolle Autofahrer erlebt wie in den USA, selbst im Vergleich zur Schweiz. Da wird dutzende von Metern hinter dem Velo geduldig hinterher gefahren bis sich eine Gelegenheit ergibt wo man sicher und mit extrem viel Distanz überholen kann. In den Städten (so erlebt in S.F und L.A) haben die Velofahrer (und auch die Fussgänger) wie einen „eingebauten“ Vortritt, als Velofahrer selbst bei den Stops. Immer lassen einem die Autos die Vorfahrt.
Die Leute sind sehr offen und neugierig, ich bin immer sehr schnell in den Kontakt gekommen. Mit der Zeit haben die immer gleichen Fragen jedoch etwas genervt. Von wo kommt ihr, wohin fahrt ihr (mit der Zeit habe ich nicht mehr gesagt das wir nach Chile versuchen zu kommen) oft war die Aufregung zu gross, San Diego hingegen löste immer noch Begeisterung aus ohne das die Leute in Ohnmacht fielen.
Die Küste von Port Angeles (Washington) nach Sand Diego (Californien), in den USA „the Pacific Bike Route“ genannt ist sehr populär. Das heisst man trifft jeden Abend sicher um die 2 – 10 BikerInnen) an die auf demselben Weg sind. Die meisten davon fahren jedoch „nur“ bis S.F. oder L.A. Nach L.A. haben wir nur noch ein junges Frauen Duo getroffen die bis nach San Diego gefahren sind. Mir persönlich hat Washington und Orgeon am besten gefallen. Kalifornien war auch toll, dass die Leute oftmals „so cool“ sein wollen gefiel mir weniger gut, ab L.A war es dann auch „sehr urban“.
Nach gut 6 Wochen in den USA freue ich mich sehr auf Mexico und bin gespannt, wie es dort weiter geht. Baja wir kommen!
Ach ja, natürlich habe ich noch ein paar neue Bilder in den USA Ordner eingestellt, hier seht ihr sie.
Donnerstag, 2. September 2010
Nachführen des Routenverlaufes
Noch kurz ein technischer Eintrag der Vollständigkeitshalber.
Eigentlich wollte ich mehr oder weniger regelmässig den Routenverlauf in Google Maps eintragen (rechtes, oberes Fenster). Die Daten dazu sammle ich fleissig mit dem GPS, allerdings müssen die auch noch bearbeitet werden. Dazu bin ich bis jetzt noch nicht gekommen (Strom Verfügbarkei für den Laptopt, Zeit). Vielleicht habe ich später mal eine Gelegenheit mich für ein paar Stündchen hinzusetzten und alles aufzubereiten. Kann also gut sein das dies noch eine rechte Weile dauert.
San Francisco - Los Angeles
Nun melde ich mich wieder. Nicht das es wenig zu berichten gäbe ganz im Gegenteil, nur die liebe Zeit dazu und der Internetzugang sind nicht immer vorhanden. Einge werden sich fragen warum wie mir die Zeit dazu fehlen soll, der Internetzugang ist ja noch nachvollziehbar. Obwohl ich zur Hauptsache nur 3 Dinge im Tag erledigen muss (essen, Velo fahren und einen Platz zum Schlafen zu finden) habe ich dann am Abend oftmals nur noch wenig Musse ein paar Zeilen zu schreiben. Vielleicht ändert sich das jetzt ein wenig da wir ab heute teamtechnisch andere Umstände haben werden, mehr dazu unten.
Die Ausfahrt von San Francisco meistern wir auf ganz "sanfte" Art und Weise. Keine Stunde nach Downtown S.F sind wir wieder mitten im Grünen und geniessen die Landschaft. Via Monterrey reisen wir immer weiter nach Süden. Big Sur "erfahren" wir bei bestem Wetter ohne Nebel. Big Sur fuhr ich letztes Jahr mit dem Auto ab. Mit dem Velo ist das schon etwas anderes, aber nicht minder schön.
Im Gegensatz zum letzten Jahr besuche ich dieses Mal das Hearstcastle da auch Jürg es gerne sehen möchte, auch aus "professioneller" Sicht.
In San Luis Obispo konnten wir bei Dan übernachten. Dan lernten wir ganz am Anfang unserer Reise auf der Fähre von Vancouver Island - USA kennen. Er machte in den 80-ger Jahren ein Velotour quer durch Europa. Vielen Dank Dan für Dein Angebot das wir eine Nacht bei Dir bleiben konnten! Ein spezieller Dank geht auch an Charlie der uns sein Zimmer zur Verfügung stellte!
Unterwegs nach L.A. treffen wir wieder auf Chris (wir lernten ihn an der Küste von Oregon kennen), der ebenfalls in Vancouver gestartet ist und in L.A auf den Flieger zurück nach Australien geht.
Aber leider geht nicht nur Chris auf den Flieger, sondern auch Claudio. Nach einem längeren Prozess der Entscheidung der bereits vor San Francisco begonnen hatte verlässt er uns heute und fliegt zurück in die Schweiz zu seinen Liebsten.
Dazu hier sein Abschiedseintrag für den Blog:
Ich, Claudio, werde ab Los Angeles nicht mehr bei der Gruppe weilen, da ich bereits jetzt
in die Schweiz zurückreisen werde.
Obwohl ich die Reise bis jetzt sehr genossen habe, zieht mich die Sehnsucht nach
Hause. Da mir das Reisen an sich noch nicht zu Leide geworden ist, bin ich selbst
nicht zu hundert Prozent glücklich über meinen Entscheid...
Jürg und Stefan sind nicht einverstanden mit dieser Entscheidung und lassen
mich nur zähneknirschend ziehen und freuen sich zum Glück troztdem auf die kommenden Kilometer und Länder.
Ich wünsche euch weiterhin viel Spass und Glück auf dem grossen Abenteuer.
Claudio.
Schade, schade aber mit dem musste gerechnet werden. Die Reise an sich, die Gruppe, der sportliche Aspekt, jeden Tag weiter fahren und alles wieder zusammen packen und am Abend wieder aufzu stellen; all das sind Dinge die schon belastend sein können. Etwas "verwundert" bin ich schon, zumal wir bis anhin absolut perfekte "Umgebungsparameter" wie Wetter, Leute, Essen, Route aber auch Stimmung im Team etc. gehabt haben.
Jürg und ich machen uns heute auf den Weg nach Mexico wo wir als erstes die Baja California runterfahren werden. Das sind 1500km in einer Halbwüsten artigen Umgebung mit einer sehr spärlichen Infrastruktur. Kann also gut sein das wir uns erst wieder in ein paar Wochen melden werden.
Achja, neue Bilder hat es natürlich auch wieder gegeben, zu finden sind sie im "USA Album"
Donnerstag, 19. August 2010
San Francisco
Knapp 5 Wochen nach dem Start in Vancouver BC und gut 2200 km sind wir am Montag via Goldengate Brücke in San Francisco eingefahren, ein tolles Gefühl! Obwohl ich mir vorgenommen hatte die letzten 3 Wochen +/- ausführlich zu beschreiben bin ich bis heute nicht dazu gekommen , zuviel hat mir S.F. geboten ! Da wir nach 3 Übernachtungen morgen Donnerstag weiterfahren muss ich euch noch etwas vetrösten. Aber egal, Bilder haben wir trotzdem gemacht, hochgeladen und teilweise kommentiert, sie befinden sich im USA Bilder Ordner. Viel Spass und bis später, Stefan
Sonntag, 1. August 2010
USA, Washington und Oregon
So, wir melden uns wieder. Endlich werden ein paar denken, stimmt aber wenn man wie wir immer in den State bzw. Nationalparks übernachtet, haben wir normalerweise keinen Internetzugang, der ergibt sich dann mehr zufälligerweise mal wieder über ein offenes WLAN vor einem Supermarkt oder Cafe.
Hier noch der letzte Teil von Kanada bzw. Vancouver Island. In der Nacht bevor wir endlich von Courtenay nach Süden aufbrechen wollten, begann Claudios Arm zu schmerzen, sodass eine Painkilling Tablette her musste. Susi sagte uns darauf, dass falls der Arm nicht besser würde, ein Spitalaufenthalt in Kanada gratis und in den USA unbezahlbar wäre. Glücklicherweise wurde der Arm ab dritten Tag wieder besser.
Die Küstenstrecke auf der Insel erwies sich als weniger bergig als jene auf dem Festland, sodass wir einigermassen schnell Richtung Victoria vorwärts kamen. Die Insel ist superschön, doch der Highway den wir einen ganzen Tag entlangfahren mussten, war doch etwas staubig und laut (kein Wunder bei so vielen Pickups in der Grösse eines LKWs). Doch sind wir erstaunt, wie nah an dieser Raserstrecke traumhafte Übernachtungsplätze und Badeseen versteckt sind… den schönsten Übernachtungsplatz fanden wir auf einer kleinen Insel (Newcastle Isalnd) gleich bei Nanaimo, welche nur mit einer kleinen Fähre erreicht werden konnten. Hier begegneten wir auch dem ersten Meister Petz… zum Glück war es nur ein kleiner Waschbär, der zuerst das Gepäck einer anderen Reisegruppe zerriss und dann Jürg beim Schlafen beobachtete.
In zwei weiteren Tagesetappen erreichten wir schlussendlich Victoria, die Hauptstadt von Vancouver Island.
Am 23. Juli reisten wir via Fähre von Victoria nach Port Angeles in die USA ein. Vom Schiff kündigte sich das Land in dichtem Nebel an. Nachdem die umfangreichen Grenzformalitäten erledigt waren, machten wir uns Richtung Lake Crescent im State Washington auf den Weg. Kaum ein paar Meter aufgestiegen war der Nebel weg und wir hatten bestes Wetter (überhaupt hatten wir seit der Abfahrt vor 3 Wochen noch keinen Regen, selbst im vor uns liegenden Forks (irgend so ein Vampir Dorf, bekannt aus Funk und Fernsehen) das als regenreichster Ort der USA gilt hatten wir trockene Verhältnisse).
In Oregon wo wir jetzt sind ist es tagsüber trocken, am morgen aber meistens stark neblig aus dem es manchmal auch einen Nieselregen geben kann. Gegen den Nachmittag klart es oft auf, für wenige Stunden kann auch die Sonne scheinen. Wir wollen uns über das Wetter nicht beklagen, wie oft haben wir in Guides und Blogs von Dauerregen über Wochen gelesen!
Wie schon geschrieben haben wir seit wir in den USA sind praktisch immer in State- oder Nationalparks übernachtet. Einerseits sind die Parks bzw. dessen Campings meistens sehr schön gelegen und grosszügig angelegt, andererseits auch noch sehr günstig was unser Tagesbudget entlastet. Im State Oregon kommt für uns Velofahrer eine weitere Annehmlichkeit dazu: In praktisch allen Stateparks gibt es spezielle „Hiker/ Biker“ Sites die für Velofahrer und Wanderer angelegt wurden. Da ist immer was frei auch wenn „Campground full“ angezeigt wird und man trifft oft auch andere Velofahrer und kann sich austauschen. Für 6$/ Person bekommen wir immer einen schönen Platz und vor allem eine heisse Dusche ?
Tschilli, rilli?
Das ist wohl die meist erlebte Reaktion wenn uns die Leute fragen wo wir hin wollen. Überhaupt ist es enorm mit wie vielen Leuten ich ins Gespräch komme. Nicht übertrieben habe ich im Tag sicher mit ca. 4 Leuten mal ein kurzes oder auch längeres Gespräch. Klar, die Amerikaner sind sehr neugierig und ich doch auch eher kommunikativ aber trotzdem, 3 Wochen unterwegs gleich 80 Kontakte, toll aber auch oft uffff……
Die bösen Nachbarländer……
Schon in Kanada wurden wir von den Amerikanern gewarnt, speziell vom State Washington bei dem man offenbar keine Autoprüfung benötige um Auto zu fahren. Das Gegenteil stellte sich bis jetzt heraus: Die Amerikaner überholen mit grosser Distanz, oft fahren sie dutzende von Metern hinter einem her bis sich eine sichere Möglichkeit ergibt um uns zu überholen. Bei den Tunnels oder Strassenabschnitten ohne Seitenstreifen hat es oft eine Warnblinkanzeige für die Autofahrer um zu signalisieren das Velofahrer unterwegs sind, aktiviert wird sie von uns Velofahrern per Knopfdruck selbst; so was habe ich bis jetzt in Europa nicht gesehen.
So nun reicht es langsam wir wollen ja schliesslich wieder vorwärts kommen, die ersten 1000 km erradelten wir übrigens vor zwei Tagen vor einem „Safeway“ Supermarkt ……
Achja, neue Bilder gibt es auch!
Hier noch der letzte Teil von Kanada bzw. Vancouver Island. In der Nacht bevor wir endlich von Courtenay nach Süden aufbrechen wollten, begann Claudios Arm zu schmerzen, sodass eine Painkilling Tablette her musste. Susi sagte uns darauf, dass falls der Arm nicht besser würde, ein Spitalaufenthalt in Kanada gratis und in den USA unbezahlbar wäre. Glücklicherweise wurde der Arm ab dritten Tag wieder besser.
Die Küstenstrecke auf der Insel erwies sich als weniger bergig als jene auf dem Festland, sodass wir einigermassen schnell Richtung Victoria vorwärts kamen. Die Insel ist superschön, doch der Highway den wir einen ganzen Tag entlangfahren mussten, war doch etwas staubig und laut (kein Wunder bei so vielen Pickups in der Grösse eines LKWs). Doch sind wir erstaunt, wie nah an dieser Raserstrecke traumhafte Übernachtungsplätze und Badeseen versteckt sind… den schönsten Übernachtungsplatz fanden wir auf einer kleinen Insel (Newcastle Isalnd) gleich bei Nanaimo, welche nur mit einer kleinen Fähre erreicht werden konnten. Hier begegneten wir auch dem ersten Meister Petz… zum Glück war es nur ein kleiner Waschbär, der zuerst das Gepäck einer anderen Reisegruppe zerriss und dann Jürg beim Schlafen beobachtete.
In zwei weiteren Tagesetappen erreichten wir schlussendlich Victoria, die Hauptstadt von Vancouver Island.
Am 23. Juli reisten wir via Fähre von Victoria nach Port Angeles in die USA ein. Vom Schiff kündigte sich das Land in dichtem Nebel an. Nachdem die umfangreichen Grenzformalitäten erledigt waren, machten wir uns Richtung Lake Crescent im State Washington auf den Weg. Kaum ein paar Meter aufgestiegen war der Nebel weg und wir hatten bestes Wetter (überhaupt hatten wir seit der Abfahrt vor 3 Wochen noch keinen Regen, selbst im vor uns liegenden Forks (irgend so ein Vampir Dorf, bekannt aus Funk und Fernsehen) das als regenreichster Ort der USA gilt hatten wir trockene Verhältnisse).
In Oregon wo wir jetzt sind ist es tagsüber trocken, am morgen aber meistens stark neblig aus dem es manchmal auch einen Nieselregen geben kann. Gegen den Nachmittag klart es oft auf, für wenige Stunden kann auch die Sonne scheinen. Wir wollen uns über das Wetter nicht beklagen, wie oft haben wir in Guides und Blogs von Dauerregen über Wochen gelesen!
Wie schon geschrieben haben wir seit wir in den USA sind praktisch immer in State- oder Nationalparks übernachtet. Einerseits sind die Parks bzw. dessen Campings meistens sehr schön gelegen und grosszügig angelegt, andererseits auch noch sehr günstig was unser Tagesbudget entlastet. Im State Oregon kommt für uns Velofahrer eine weitere Annehmlichkeit dazu: In praktisch allen Stateparks gibt es spezielle „Hiker/ Biker“ Sites die für Velofahrer und Wanderer angelegt wurden. Da ist immer was frei auch wenn „Campground full“ angezeigt wird und man trifft oft auch andere Velofahrer und kann sich austauschen. Für 6$/ Person bekommen wir immer einen schönen Platz und vor allem eine heisse Dusche ?
Tschilli, rilli?
Das ist wohl die meist erlebte Reaktion wenn uns die Leute fragen wo wir hin wollen. Überhaupt ist es enorm mit wie vielen Leuten ich ins Gespräch komme. Nicht übertrieben habe ich im Tag sicher mit ca. 4 Leuten mal ein kurzes oder auch längeres Gespräch. Klar, die Amerikaner sind sehr neugierig und ich doch auch eher kommunikativ aber trotzdem, 3 Wochen unterwegs gleich 80 Kontakte, toll aber auch oft uffff……
Die bösen Nachbarländer……
Schon in Kanada wurden wir von den Amerikanern gewarnt, speziell vom State Washington bei dem man offenbar keine Autoprüfung benötige um Auto zu fahren. Das Gegenteil stellte sich bis jetzt heraus: Die Amerikaner überholen mit grosser Distanz, oft fahren sie dutzende von Metern hinter einem her bis sich eine sichere Möglichkeit ergibt um uns zu überholen. Bei den Tunnels oder Strassenabschnitten ohne Seitenstreifen hat es oft eine Warnblinkanzeige für die Autofahrer um zu signalisieren das Velofahrer unterwegs sind, aktiviert wird sie von uns Velofahrern per Knopfdruck selbst; so was habe ich bis jetzt in Europa nicht gesehen.
So nun reicht es langsam wir wollen ja schliesslich wieder vorwärts kommen, die ersten 1000 km erradelten wir übrigens vor zwei Tagen vor einem „Safeway“ Supermarkt ……
Achja, neue Bilder gibt es auch!
Mittwoch, 21. Juli 2010
Bilder von Kanada sind online......
....... zum texten sind wir zu müde. Morgen gehts bereits in die USA!
Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Gefahrene Route folgt später......
Samstag, 17. Juli 2010
Holperstart in die falsche Richtung
So,nun sind wenigstens wir 3 in Vancouver angekommen. Nachdem wir uns am Samstag nochmals kurz am Flughafen gesehen hatten, gingen Claudio und Jürg zusammen auf den Flieger via Chicago nach Vancouver, ich mit Air Canada via Toronto ebenfalls mit Ziel Vancouver.
Bei mir lief soweit -ausser das mein Flieger von Zürich mit einer Stunde Verspätung abflog- alles bestens.
Nach meiner Ankunft in Vancouver baute ich in aller Ruhe mein Velo zusammen und wartete danach auf Jürg und Claudio die erst 2 Stunden später ankommen sollten.Unser Wiedersehen verzögerte sich jedoch um eine gute 3/4 Stunde, weil sie vergebens auf die hinteren Satteltaschen von Claudio warteten und schliesslich
eine Meldung am Schalter für das verloren gegangene Gepäck machen mussten. Am selben Platz wie ich bauten die zwei ihre Velos zusammen.
ein Auto "vefolgt" sprich in unserem gemächlichen Tempo hinter uns herfuhr. Ein wenig später überholte uns das Fahrzeug und wies uns an, zur Seite zu fahren,
es war ein Polizeiauto. J.C. Janson, der Polizist, war sehr genau und hat alle unsere Adressen aufgenommen. Über unsere Lichtmaschinen und die Helme war er durchaus
erfreut... jedoch fehlten uns die passend leuchtenden Westen, die in Vancouver obligatorisch sind. Nach einem kurzen Schwatz übers Velofahren - er ist auch
Velofahrer - liess er uns jedoch ohne 100 Franken Busse ziehen.
Zwei Kilometer später, um bald zwei Uhr am Morgen fuhren wir dann beim B&B vor. Mike, der Besitzer war gottlob noch wach. Nach einer erholsamen Nacht und einem
mehr als üppigen Morgenessen setzten wir uns auf unsere, noch unbepackten Fahrräder und strampelten nach Vancouver City. Wow, die fahrradfreundliche Stadt zeigte sich von der besten Seite . Blauer Himmel, so weit das Auge reichte .
Am Abend fragten wir nochmals am Flughafen nach. Von Claudios Gepäck fehlte noch immer jede Spur.
Nach diversen Telefonaten, persönlichem Vorsprechen beim "Baggage Manager" am Flughafen und einem vorsorglichem Besuch in einem grossen Outdoorshop für Ersatz
material erhielt Claudio nach 4 Tagen doch noch sein Gepäck, welch eine Freude!
Mit vollbepackten Velos (Gewicht im Schnitt sicher um die 50 kg) fuhren wir los um am Festland entlang gegen Norden nach Powell River zu gelangen.
Die Küstenstrasse erwies sich als ziemliche Berg und Talfahrt, sehr anstrengend gleich zu Beginn für uns untrainierte Toureros:-) !
Auf der Strecke hat es immer wieder mal kleinere Provinical Parks in solch einem konnten wir prima übernachten, zur Abwechslung gab auch mal einen Camper Park.
Gestern haben wir endlich die Fähre auf Vancouver Island erreicht (ziemlich auf die Minute genau). Hier auf Vancouver Island werden wir von Susi, Rene, Emily und Sophie herzlich empfangen und wir konnten ein letztes mal alle Annehmlichkeiten eines privaten Haushalts geniessen. Wir entscheiden uns hier eine zweite Nacht einzulegen, sodass alles nochmals perfekt vorbereitet werden konnte.
Morgen gehts dann Richtung Süden, denn schliesslich sind wir bis jetzt in die komplet falsche Richtung geradelt...
Mittwoch, 20. Januar 2010
Einmal ist immer das erste Mal
Hallo Zusammen
Schön das ihr euch auf den Blog unserer Veloreise "verirrt" habt. Lange habe überlegt wo und wie ich diese dokumentieren soll. Ursprünglich wollte ich eigentlich gar nichts derartiges machen, weil es mir einen zu grossen Aufwand erschien und ich mich wirklich nur auf die Reise konzentrieren wollte. Nun denn, ich verreise ja für eine längere Zeit und lasse somit auch viele lieb gewonnene Menschen zurück. Damit die auch an der Reise teilhaben können habe ich mich entschlossen diesen kleinen Blog zu schreiben. Ich werde also in losen Abständen und abhängig wie schreibfreudig ich bin und Zugang zum Internet habe immer mal wieder was reinschreiben. Bis bald, Stefan
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