Dienstag, 14. September 2010

Baja California: Eine traumhafte Landschaft und nicht nur das...

Gestern Montag, 13. September sind Jürg und ich in Guerrero Negro, d.h. in der Mitte der Baja California angekommen. Die Stadt bietet mit 8'000 Einwohner eine gute Infrastruktur die wir geniessen nachdem wir ein paar Tage in der "Wildnis" verbracht haben. Da ich von einem unbekannten Insekt oder ähnlichem am rechten Knie gestochen wurde und es deswegen ziemlich angeschwollen ist, machen wir auch gleich einen Pausentag hier und hoffen, das dass Knie wieder abschwillt. Den Pausentag haben wir auch verdient, nachdem wir vorgestern eine Megaetappe von gut 135 km gefahren sind.

Die letzten paar Tage waren einfach perfekt: Die Landschaft wurde nach jeder Kurve immer noch schöner. Neue Bilder davor gibt es im Album Mexico. Da es zwischendurch keine Hotels/ Motels bzw. Campingplätze gab, übernachteten wir ein paar Mal wild. Besondes das eine Mal im Kakteenwald wird mir lange in Erinnerung bleiben. Wir fanden ein schönes Plätzchen sichtgeschützt von der Strasse. Am Abend ein Sonnenuntergang, dazu die Filmmusik von "Once upon a time in the west"; ein Gefühl wie im Western.
Als ich am Morgen danach erwachte staunte ich nicht schlecht als ich die ganze Landschaft im Nebel versunken vorfand. So konnte ich  mir wenigstens erklären, wie hier überhaupt noch Pflanzen zu Wasser kommen bzw. wachsen können. Keine Stunde später war der Nebel weg und die Sonne fing an, die Umgebung aufzuheizen.

Die Westernstimmung begleitete uns übrigens auf in diesem Abschnitt der Baja immer wieder. Wenn wir jeweils in den Wellblechrestaurants Mittag assen und zwischendurch der Wind wieder Staub von der Strasse rein blies und dazu noch die Eingangstüre hin und her schlug, die Temperatur auf knapp 40 Grad anstieg und die Luft vor Hitze flimmerte, dann fehlte nur noch das Clint Eastwood das Lokal betreten hätte.

Ganz und gar nicht in Westernstimmung sind die Mexicaner. Extrem freundlich, die Bauarbeitertrupps feuern uns immer wieder zu Höchstleistungen an und die Lastwagenfahrer überholen uns sehr grosszügig und grüssen auch immer. Wenn dann bei einer längeren Steigung ein Lastwagen gaaaanz langsam an uns vorbeifährt/ überholt können wir uns auch an ihm anhängen, sehr praktisch :-). Auch die regelmässigen Militärkontrollen die es auf der Strecke gibt sind für uns eine willkommene "Abwechslung" die bis jetzt immer völlig problemlos waren, zudem hat es oft sehr, sehr schöne "Aussicht" ;-) wow!

Morgen geht es weiter Richtung Süden, ich denke das wir in ca. 10 Tagen in La Paz ankommen sollten um die Fähre auf das mexicanische Festland zu nehmen.

Spätestens da melden wir uns wieder.

Beste Grüsse, Stefanino

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen