Nach 9101 Km, rund 72'000 Höhenmeter und gut 480 Stunden im Sattel endet hier in Cartagena (Kolumbien) unsere Reise, die vor knapp 7 Monaten in Vancouver (Kanada) begonnen hatte.
Durch 10 Länder und die verschiedensten Landschaften gefahren, mal flach, mal steil und oft mit Gegenwind aber noch viel mehr war es heiss und trocken, haben wir viele neue Menschen und deren Kulturen kennen gelernt.
Obwohl ursprünglich bis nach Santiago de Chile geplant, bin ich hier und jetzt sehr froh, wieder in die Schweiz zurück kehren zu können. Die Reise hat mir in mancher Hinsicht die Augen (wieder oder besser gesagt noch mehr) geöffnet.
Eine zeitlang habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich die Reise ohne Jürg weiterführen soll (ja, ja, der Mensch und seine Emotionen!) bin dann aber wegen diversen Gründen/ Überlegungen und nicht zuletzt als ich erfahren habe das unsere angetroffenen Schweizer Radler (Anina und Claudio) in Nicaragua überfallen worden sind zum ursprünglich gefassten Entscheid zurück gekommen, dass man dann aufhören soll, wenn’s am schönsten ist.
So geht es nun in 2 Tagen zurück in die Schweiz. Mal sehen wie das wird wenn ich nach über 200 Tagen Sonne und im Schnitt sicher um die 26 Grad warm (wir hatten nur 7 Tage Regen) in den Winter heimkehre.
Auf jeden Fall habe ich dann sicher genug Zeit um die (zu) vielen Eindrücke zu verarbeiten, die sich im letzten halben Jahr aufgestaut haben, uff!
An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen allen zu danken, die den Blog kommentiert haben, es war für mich (und ein klein wenig auch für den bescheidenen/ verschrobenen Jürg) immer ein Aufsteller was von euch zu lesen und hat motiviert, weiter zu berichten. Merci!
Danke sagen möchte ich auch meinem Reisepartner Jürg, er lief wie ein Maschinchen und schnurrte die meiste Zeit, auch wenn ich (dann und wann) am ausrufen war. Er war die Konstanz (vielleicht zu konstant) auf dieser Reise. Aber klar, knapp 7 Monate mehr oder weniger 24 (!) Stunden zusammen sein, da entstehen Reibereien,
so was machen uns nicht mal die diamantenen Hochzeitspärchen so schnell nach ;-) Gracias natürlich auch für die tollen und etwas anderen Blogbeiträge!
Ein erste Quintessenz kann ich jetzt schon aus dieser Reise ziehen: Wer das goldene Los gezogen hat und in der Schweiz aufwachsen und leben darf der sollte sich immer und immer wieder bewusst werden das es wohl keinen Ort auf der Welt gibt in dem die persönlichen Möglichkeiten (Freiheiten) grösser sind sofern sie (wieder) „gesehen“ und viel wichtiger auch genutzt bzw. gepackt werden. Das schreibe ich jetzt hier so hin, wohl im Wissen das viele jetzt gleich aufschreien werden und an die vielen Regulierungen und Kleinräumigkeit der Schweiz denken. (Wer mehr wissen will was ich meine darf sich gerne melden)
Ich kann Jedem das Reisen auf diese direkte Art mit dem Velo nur empfehlen, es müssen ja nicht gleich 6 ½ Monate und diese Länder sein. Es gibt wohl keine Alternative, bei der man so unmittelbar mit Land und Leute in Kontakt kommt. Als Backpacker reist man mit dem Bus von Stadt zu Stadt bzw. Hostel zu Hostel, mit dem Töff geht alles etwas schneller (hät’ ich mir oft gewünscht) und mit der Dose (Auto) ist man sowieso von der Hälfte des Geschehens abgeschirmt.
Wer übrigens noch mehr wissen will z.B. zur Route, zu den besten Velos die es gibt (hatten beide zusammen übrigens nur einen Defekt!) kann mir gerne eine Email schreiben: stefan.nold(aet) gmx.ch Es kann gut sein das ich mir mit dem Antworten etwas Zeit lasse also habt etwas Geduld, danke!
So ich glaube das wäre vorläufig alles gewesen was ich noch los werden wollte. Sonst gibt’s dann halt noch einen Eintrag mehr.
Übrigens hat es im Album Nica-Costa-Pana noch neue Bilder gegeben, das Album Kolumbien wurde auch neu angelegt und enthält vor allem Bilder von Cartagena, in "unterwegs angetroffen" ist auch noch das eine oder andere Bild dazu gekommen.
So, dann schliesse ich hier mal den Vorhang, beste Grüsse und hasta luego,
Stefanino
Durch 10 Länder und die verschiedensten Landschaften gefahren, mal flach, mal steil und oft mit Gegenwind aber noch viel mehr war es heiss und trocken, haben wir viele neue Menschen und deren Kulturen kennen gelernt.
Obwohl ursprünglich bis nach Santiago de Chile geplant, bin ich hier und jetzt sehr froh, wieder in die Schweiz zurück kehren zu können. Die Reise hat mir in mancher Hinsicht die Augen (wieder oder besser gesagt noch mehr) geöffnet.
Eine zeitlang habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich die Reise ohne Jürg weiterführen soll (ja, ja, der Mensch und seine Emotionen!) bin dann aber wegen diversen Gründen/ Überlegungen und nicht zuletzt als ich erfahren habe das unsere angetroffenen Schweizer Radler (Anina und Claudio) in Nicaragua überfallen worden sind zum ursprünglich gefassten Entscheid zurück gekommen, dass man dann aufhören soll, wenn’s am schönsten ist.
So geht es nun in 2 Tagen zurück in die Schweiz. Mal sehen wie das wird wenn ich nach über 200 Tagen Sonne und im Schnitt sicher um die 26 Grad warm (wir hatten nur 7 Tage Regen) in den Winter heimkehre.
Auf jeden Fall habe ich dann sicher genug Zeit um die (zu) vielen Eindrücke zu verarbeiten, die sich im letzten halben Jahr aufgestaut haben, uff!
An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen allen zu danken, die den Blog kommentiert haben, es war für mich (und ein klein wenig auch für den bescheidenen/ verschrobenen Jürg) immer ein Aufsteller was von euch zu lesen und hat motiviert, weiter zu berichten. Merci!
Danke sagen möchte ich auch meinem Reisepartner Jürg, er lief wie ein Maschinchen und schnurrte die meiste Zeit, auch wenn ich (dann und wann) am ausrufen war. Er war die Konstanz (vielleicht zu konstant) auf dieser Reise. Aber klar, knapp 7 Monate mehr oder weniger 24 (!) Stunden zusammen sein, da entstehen Reibereien,
so was machen uns nicht mal die diamantenen Hochzeitspärchen so schnell nach ;-) Gracias natürlich auch für die tollen und etwas anderen Blogbeiträge!
Ein erste Quintessenz kann ich jetzt schon aus dieser Reise ziehen: Wer das goldene Los gezogen hat und in der Schweiz aufwachsen und leben darf der sollte sich immer und immer wieder bewusst werden das es wohl keinen Ort auf der Welt gibt in dem die persönlichen Möglichkeiten (Freiheiten) grösser sind sofern sie (wieder) „gesehen“ und viel wichtiger auch genutzt bzw. gepackt werden. Das schreibe ich jetzt hier so hin, wohl im Wissen das viele jetzt gleich aufschreien werden und an die vielen Regulierungen und Kleinräumigkeit der Schweiz denken. (Wer mehr wissen will was ich meine darf sich gerne melden)
Ich kann Jedem das Reisen auf diese direkte Art mit dem Velo nur empfehlen, es müssen ja nicht gleich 6 ½ Monate und diese Länder sein. Es gibt wohl keine Alternative, bei der man so unmittelbar mit Land und Leute in Kontakt kommt. Als Backpacker reist man mit dem Bus von Stadt zu Stadt bzw. Hostel zu Hostel, mit dem Töff geht alles etwas schneller (hät’ ich mir oft gewünscht) und mit der Dose (Auto) ist man sowieso von der Hälfte des Geschehens abgeschirmt.
Wer übrigens noch mehr wissen will z.B. zur Route, zu den besten Velos die es gibt (hatten beide zusammen übrigens nur einen Defekt!) kann mir gerne eine Email schreiben: stefan.nold(aet) gmx.ch Es kann gut sein das ich mir mit dem Antworten etwas Zeit lasse also habt etwas Geduld, danke!
So ich glaube das wäre vorläufig alles gewesen was ich noch los werden wollte. Sonst gibt’s dann halt noch einen Eintrag mehr.
Übrigens hat es im Album Nica-Costa-Pana noch neue Bilder gegeben, das Album Kolumbien wurde auch neu angelegt und enthält vor allem Bilder von Cartagena, in "unterwegs angetroffen" ist auch noch das eine oder andere Bild dazu gekommen.
So, dann schliesse ich hier mal den Vorhang, beste Grüsse und hasta luego,
Stefanino