So,nun sind wenigstens wir 3 in Vancouver angekommen. Nachdem wir uns am Samstag nochmals kurz am Flughafen gesehen hatten, gingen Claudio und Jürg zusammen auf den Flieger via Chicago nach Vancouver, ich mit Air Canada via Toronto ebenfalls mit Ziel Vancouver.
Bei mir lief soweit -ausser das mein Flieger von Zürich mit einer Stunde Verspätung abflog- alles bestens.
Nach meiner Ankunft in Vancouver baute ich in aller Ruhe mein Velo zusammen und wartete danach auf Jürg und Claudio die erst 2 Stunden später ankommen sollten.Unser Wiedersehen verzögerte sich jedoch um eine gute 3/4 Stunde, weil sie vergebens auf die hinteren Satteltaschen von Claudio warteten und schliesslich
eine Meldung am Schalter für das verloren gegangene Gepäck machen mussten. Am selben Platz wie ich bauten die zwei ihre Velos zusammen.
ein Auto "vefolgt" sprich in unserem gemächlichen Tempo hinter uns herfuhr. Ein wenig später überholte uns das Fahrzeug und wies uns an, zur Seite zu fahren,
es war ein Polizeiauto. J.C. Janson, der Polizist, war sehr genau und hat alle unsere Adressen aufgenommen. Über unsere Lichtmaschinen und die Helme war er durchaus
erfreut... jedoch fehlten uns die passend leuchtenden Westen, die in Vancouver obligatorisch sind. Nach einem kurzen Schwatz übers Velofahren - er ist auch
Velofahrer - liess er uns jedoch ohne 100 Franken Busse ziehen.
Zwei Kilometer später, um bald zwei Uhr am Morgen fuhren wir dann beim B&B vor. Mike, der Besitzer war gottlob noch wach. Nach einer erholsamen Nacht und einem
mehr als üppigen Morgenessen setzten wir uns auf unsere, noch unbepackten Fahrräder und strampelten nach Vancouver City. Wow, die fahrradfreundliche Stadt zeigte sich von der besten Seite . Blauer Himmel, so weit das Auge reichte .
Am Abend fragten wir nochmals am Flughafen nach. Von Claudios Gepäck fehlte noch immer jede Spur.
Nach diversen Telefonaten, persönlichem Vorsprechen beim "Baggage Manager" am Flughafen und einem vorsorglichem Besuch in einem grossen Outdoorshop für Ersatz
material erhielt Claudio nach 4 Tagen doch noch sein Gepäck, welch eine Freude!
Mit vollbepackten Velos (Gewicht im Schnitt sicher um die 50 kg) fuhren wir los um am Festland entlang gegen Norden nach Powell River zu gelangen.
Die Küstenstrasse erwies sich als ziemliche Berg und Talfahrt, sehr anstrengend gleich zu Beginn für uns untrainierte Toureros:-) !
Auf der Strecke hat es immer wieder mal kleinere Provinical Parks in solch einem konnten wir prima übernachten, zur Abwechslung gab auch mal einen Camper Park.
Gestern haben wir endlich die Fähre auf Vancouver Island erreicht (ziemlich auf die Minute genau). Hier auf Vancouver Island werden wir von Susi, Rene, Emily und Sophie herzlich empfangen und wir konnten ein letztes mal alle Annehmlichkeiten eines privaten Haushalts geniessen. Wir entscheiden uns hier eine zweite Nacht einzulegen, sodass alles nochmals perfekt vorbereitet werden konnte.
Morgen gehts dann Richtung Süden, denn schliesslich sind wir bis jetzt in die komplet falsche Richtung geradelt...
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