Donnerstag, 19. August 2010
San Francisco
Knapp 5 Wochen nach dem Start in Vancouver BC und gut 2200 km sind wir am Montag via Goldengate Brücke in San Francisco eingefahren, ein tolles Gefühl! Obwohl ich mir vorgenommen hatte die letzten 3 Wochen +/- ausführlich zu beschreiben bin ich bis heute nicht dazu gekommen , zuviel hat mir S.F. geboten ! Da wir nach 3 Übernachtungen morgen Donnerstag weiterfahren muss ich euch noch etwas vetrösten. Aber egal, Bilder haben wir trotzdem gemacht, hochgeladen und teilweise kommentiert, sie befinden sich im USA Bilder Ordner. Viel Spass und bis später, Stefan
Sonntag, 1. August 2010
USA, Washington und Oregon
So, wir melden uns wieder. Endlich werden ein paar denken, stimmt aber wenn man wie wir immer in den State bzw. Nationalparks übernachtet, haben wir normalerweise keinen Internetzugang, der ergibt sich dann mehr zufälligerweise mal wieder über ein offenes WLAN vor einem Supermarkt oder Cafe.
Hier noch der letzte Teil von Kanada bzw. Vancouver Island. In der Nacht bevor wir endlich von Courtenay nach Süden aufbrechen wollten, begann Claudios Arm zu schmerzen, sodass eine Painkilling Tablette her musste. Susi sagte uns darauf, dass falls der Arm nicht besser würde, ein Spitalaufenthalt in Kanada gratis und in den USA unbezahlbar wäre. Glücklicherweise wurde der Arm ab dritten Tag wieder besser.
Die Küstenstrecke auf der Insel erwies sich als weniger bergig als jene auf dem Festland, sodass wir einigermassen schnell Richtung Victoria vorwärts kamen. Die Insel ist superschön, doch der Highway den wir einen ganzen Tag entlangfahren mussten, war doch etwas staubig und laut (kein Wunder bei so vielen Pickups in der Grösse eines LKWs). Doch sind wir erstaunt, wie nah an dieser Raserstrecke traumhafte Übernachtungsplätze und Badeseen versteckt sind… den schönsten Übernachtungsplatz fanden wir auf einer kleinen Insel (Newcastle Isalnd) gleich bei Nanaimo, welche nur mit einer kleinen Fähre erreicht werden konnten. Hier begegneten wir auch dem ersten Meister Petz… zum Glück war es nur ein kleiner Waschbär, der zuerst das Gepäck einer anderen Reisegruppe zerriss und dann Jürg beim Schlafen beobachtete.
In zwei weiteren Tagesetappen erreichten wir schlussendlich Victoria, die Hauptstadt von Vancouver Island.
Am 23. Juli reisten wir via Fähre von Victoria nach Port Angeles in die USA ein. Vom Schiff kündigte sich das Land in dichtem Nebel an. Nachdem die umfangreichen Grenzformalitäten erledigt waren, machten wir uns Richtung Lake Crescent im State Washington auf den Weg. Kaum ein paar Meter aufgestiegen war der Nebel weg und wir hatten bestes Wetter (überhaupt hatten wir seit der Abfahrt vor 3 Wochen noch keinen Regen, selbst im vor uns liegenden Forks (irgend so ein Vampir Dorf, bekannt aus Funk und Fernsehen) das als regenreichster Ort der USA gilt hatten wir trockene Verhältnisse).
In Oregon wo wir jetzt sind ist es tagsüber trocken, am morgen aber meistens stark neblig aus dem es manchmal auch einen Nieselregen geben kann. Gegen den Nachmittag klart es oft auf, für wenige Stunden kann auch die Sonne scheinen. Wir wollen uns über das Wetter nicht beklagen, wie oft haben wir in Guides und Blogs von Dauerregen über Wochen gelesen!
Wie schon geschrieben haben wir seit wir in den USA sind praktisch immer in State- oder Nationalparks übernachtet. Einerseits sind die Parks bzw. dessen Campings meistens sehr schön gelegen und grosszügig angelegt, andererseits auch noch sehr günstig was unser Tagesbudget entlastet. Im State Oregon kommt für uns Velofahrer eine weitere Annehmlichkeit dazu: In praktisch allen Stateparks gibt es spezielle „Hiker/ Biker“ Sites die für Velofahrer und Wanderer angelegt wurden. Da ist immer was frei auch wenn „Campground full“ angezeigt wird und man trifft oft auch andere Velofahrer und kann sich austauschen. Für 6$/ Person bekommen wir immer einen schönen Platz und vor allem eine heisse Dusche ?
Tschilli, rilli?
Das ist wohl die meist erlebte Reaktion wenn uns die Leute fragen wo wir hin wollen. Überhaupt ist es enorm mit wie vielen Leuten ich ins Gespräch komme. Nicht übertrieben habe ich im Tag sicher mit ca. 4 Leuten mal ein kurzes oder auch längeres Gespräch. Klar, die Amerikaner sind sehr neugierig und ich doch auch eher kommunikativ aber trotzdem, 3 Wochen unterwegs gleich 80 Kontakte, toll aber auch oft uffff……
Die bösen Nachbarländer……
Schon in Kanada wurden wir von den Amerikanern gewarnt, speziell vom State Washington bei dem man offenbar keine Autoprüfung benötige um Auto zu fahren. Das Gegenteil stellte sich bis jetzt heraus: Die Amerikaner überholen mit grosser Distanz, oft fahren sie dutzende von Metern hinter einem her bis sich eine sichere Möglichkeit ergibt um uns zu überholen. Bei den Tunnels oder Strassenabschnitten ohne Seitenstreifen hat es oft eine Warnblinkanzeige für die Autofahrer um zu signalisieren das Velofahrer unterwegs sind, aktiviert wird sie von uns Velofahrern per Knopfdruck selbst; so was habe ich bis jetzt in Europa nicht gesehen.
So nun reicht es langsam wir wollen ja schliesslich wieder vorwärts kommen, die ersten 1000 km erradelten wir übrigens vor zwei Tagen vor einem „Safeway“ Supermarkt ……
Achja, neue Bilder gibt es auch!
Hier noch der letzte Teil von Kanada bzw. Vancouver Island. In der Nacht bevor wir endlich von Courtenay nach Süden aufbrechen wollten, begann Claudios Arm zu schmerzen, sodass eine Painkilling Tablette her musste. Susi sagte uns darauf, dass falls der Arm nicht besser würde, ein Spitalaufenthalt in Kanada gratis und in den USA unbezahlbar wäre. Glücklicherweise wurde der Arm ab dritten Tag wieder besser.
Die Küstenstrecke auf der Insel erwies sich als weniger bergig als jene auf dem Festland, sodass wir einigermassen schnell Richtung Victoria vorwärts kamen. Die Insel ist superschön, doch der Highway den wir einen ganzen Tag entlangfahren mussten, war doch etwas staubig und laut (kein Wunder bei so vielen Pickups in der Grösse eines LKWs). Doch sind wir erstaunt, wie nah an dieser Raserstrecke traumhafte Übernachtungsplätze und Badeseen versteckt sind… den schönsten Übernachtungsplatz fanden wir auf einer kleinen Insel (Newcastle Isalnd) gleich bei Nanaimo, welche nur mit einer kleinen Fähre erreicht werden konnten. Hier begegneten wir auch dem ersten Meister Petz… zum Glück war es nur ein kleiner Waschbär, der zuerst das Gepäck einer anderen Reisegruppe zerriss und dann Jürg beim Schlafen beobachtete.
In zwei weiteren Tagesetappen erreichten wir schlussendlich Victoria, die Hauptstadt von Vancouver Island.
Am 23. Juli reisten wir via Fähre von Victoria nach Port Angeles in die USA ein. Vom Schiff kündigte sich das Land in dichtem Nebel an. Nachdem die umfangreichen Grenzformalitäten erledigt waren, machten wir uns Richtung Lake Crescent im State Washington auf den Weg. Kaum ein paar Meter aufgestiegen war der Nebel weg und wir hatten bestes Wetter (überhaupt hatten wir seit der Abfahrt vor 3 Wochen noch keinen Regen, selbst im vor uns liegenden Forks (irgend so ein Vampir Dorf, bekannt aus Funk und Fernsehen) das als regenreichster Ort der USA gilt hatten wir trockene Verhältnisse).
In Oregon wo wir jetzt sind ist es tagsüber trocken, am morgen aber meistens stark neblig aus dem es manchmal auch einen Nieselregen geben kann. Gegen den Nachmittag klart es oft auf, für wenige Stunden kann auch die Sonne scheinen. Wir wollen uns über das Wetter nicht beklagen, wie oft haben wir in Guides und Blogs von Dauerregen über Wochen gelesen!
Wie schon geschrieben haben wir seit wir in den USA sind praktisch immer in State- oder Nationalparks übernachtet. Einerseits sind die Parks bzw. dessen Campings meistens sehr schön gelegen und grosszügig angelegt, andererseits auch noch sehr günstig was unser Tagesbudget entlastet. Im State Oregon kommt für uns Velofahrer eine weitere Annehmlichkeit dazu: In praktisch allen Stateparks gibt es spezielle „Hiker/ Biker“ Sites die für Velofahrer und Wanderer angelegt wurden. Da ist immer was frei auch wenn „Campground full“ angezeigt wird und man trifft oft auch andere Velofahrer und kann sich austauschen. Für 6$/ Person bekommen wir immer einen schönen Platz und vor allem eine heisse Dusche ?
Tschilli, rilli?
Das ist wohl die meist erlebte Reaktion wenn uns die Leute fragen wo wir hin wollen. Überhaupt ist es enorm mit wie vielen Leuten ich ins Gespräch komme. Nicht übertrieben habe ich im Tag sicher mit ca. 4 Leuten mal ein kurzes oder auch längeres Gespräch. Klar, die Amerikaner sind sehr neugierig und ich doch auch eher kommunikativ aber trotzdem, 3 Wochen unterwegs gleich 80 Kontakte, toll aber auch oft uffff……
Die bösen Nachbarländer……
Schon in Kanada wurden wir von den Amerikanern gewarnt, speziell vom State Washington bei dem man offenbar keine Autoprüfung benötige um Auto zu fahren. Das Gegenteil stellte sich bis jetzt heraus: Die Amerikaner überholen mit grosser Distanz, oft fahren sie dutzende von Metern hinter einem her bis sich eine sichere Möglichkeit ergibt um uns zu überholen. Bei den Tunnels oder Strassenabschnitten ohne Seitenstreifen hat es oft eine Warnblinkanzeige für die Autofahrer um zu signalisieren das Velofahrer unterwegs sind, aktiviert wird sie von uns Velofahrern per Knopfdruck selbst; so was habe ich bis jetzt in Europa nicht gesehen.
So nun reicht es langsam wir wollen ja schliesslich wieder vorwärts kommen, die ersten 1000 km erradelten wir übrigens vor zwei Tagen vor einem „Safeway“ Supermarkt ……
Achja, neue Bilder gibt es auch!
Mittwoch, 21. Juli 2010
Bilder von Kanada sind online......
....... zum texten sind wir zu müde. Morgen gehts bereits in die USA!
Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Gefahrene Route folgt später......
Samstag, 17. Juli 2010
Holperstart in die falsche Richtung
So,nun sind wenigstens wir 3 in Vancouver angekommen. Nachdem wir uns am Samstag nochmals kurz am Flughafen gesehen hatten, gingen Claudio und Jürg zusammen auf den Flieger via Chicago nach Vancouver, ich mit Air Canada via Toronto ebenfalls mit Ziel Vancouver.
Bei mir lief soweit -ausser das mein Flieger von Zürich mit einer Stunde Verspätung abflog- alles bestens.
Nach meiner Ankunft in Vancouver baute ich in aller Ruhe mein Velo zusammen und wartete danach auf Jürg und Claudio die erst 2 Stunden später ankommen sollten.Unser Wiedersehen verzögerte sich jedoch um eine gute 3/4 Stunde, weil sie vergebens auf die hinteren Satteltaschen von Claudio warteten und schliesslich
eine Meldung am Schalter für das verloren gegangene Gepäck machen mussten. Am selben Platz wie ich bauten die zwei ihre Velos zusammen.
ein Auto "vefolgt" sprich in unserem gemächlichen Tempo hinter uns herfuhr. Ein wenig später überholte uns das Fahrzeug und wies uns an, zur Seite zu fahren,
es war ein Polizeiauto. J.C. Janson, der Polizist, war sehr genau und hat alle unsere Adressen aufgenommen. Über unsere Lichtmaschinen und die Helme war er durchaus
erfreut... jedoch fehlten uns die passend leuchtenden Westen, die in Vancouver obligatorisch sind. Nach einem kurzen Schwatz übers Velofahren - er ist auch
Velofahrer - liess er uns jedoch ohne 100 Franken Busse ziehen.
Zwei Kilometer später, um bald zwei Uhr am Morgen fuhren wir dann beim B&B vor. Mike, der Besitzer war gottlob noch wach. Nach einer erholsamen Nacht und einem
mehr als üppigen Morgenessen setzten wir uns auf unsere, noch unbepackten Fahrräder und strampelten nach Vancouver City. Wow, die fahrradfreundliche Stadt zeigte sich von der besten Seite . Blauer Himmel, so weit das Auge reichte .
Am Abend fragten wir nochmals am Flughafen nach. Von Claudios Gepäck fehlte noch immer jede Spur.
Nach diversen Telefonaten, persönlichem Vorsprechen beim "Baggage Manager" am Flughafen und einem vorsorglichem Besuch in einem grossen Outdoorshop für Ersatz
material erhielt Claudio nach 4 Tagen doch noch sein Gepäck, welch eine Freude!
Mit vollbepackten Velos (Gewicht im Schnitt sicher um die 50 kg) fuhren wir los um am Festland entlang gegen Norden nach Powell River zu gelangen.
Die Küstenstrasse erwies sich als ziemliche Berg und Talfahrt, sehr anstrengend gleich zu Beginn für uns untrainierte Toureros:-) !
Auf der Strecke hat es immer wieder mal kleinere Provinical Parks in solch einem konnten wir prima übernachten, zur Abwechslung gab auch mal einen Camper Park.
Gestern haben wir endlich die Fähre auf Vancouver Island erreicht (ziemlich auf die Minute genau). Hier auf Vancouver Island werden wir von Susi, Rene, Emily und Sophie herzlich empfangen und wir konnten ein letztes mal alle Annehmlichkeiten eines privaten Haushalts geniessen. Wir entscheiden uns hier eine zweite Nacht einzulegen, sodass alles nochmals perfekt vorbereitet werden konnte.
Morgen gehts dann Richtung Süden, denn schliesslich sind wir bis jetzt in die komplet falsche Richtung geradelt...
Mittwoch, 20. Januar 2010
Einmal ist immer das erste Mal
Hallo Zusammen
Schön das ihr euch auf den Blog unserer Veloreise "verirrt" habt. Lange habe überlegt wo und wie ich diese dokumentieren soll. Ursprünglich wollte ich eigentlich gar nichts derartiges machen, weil es mir einen zu grossen Aufwand erschien und ich mich wirklich nur auf die Reise konzentrieren wollte. Nun denn, ich verreise ja für eine längere Zeit und lasse somit auch viele lieb gewonnene Menschen zurück. Damit die auch an der Reise teilhaben können habe ich mich entschlossen diesen kleinen Blog zu schreiben. Ich werde also in losen Abständen und abhängig wie schreibfreudig ich bin und Zugang zum Internet habe immer mal wieder was reinschreiben. Bis bald, Stefan
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