Samstag, 27. November 2010

Reif für die Insel oder Tag Nummer 131 bis 133

Nach 7850 gefahrenen Kilometern sind Ferien von den Ferien angesagt. Nachdem in Belize City Tom zu uns gestossen ist, stellen wir unsere Fahrräder im Hostel unter und lassen uns mit dem Schnellboot von Kapitän Reefes auf eine Insel fahren.
Weit draussen in der Karibik liegt, inmitten eines Korallenriffs die Insel Long Caye. Dort, inmitten von Palmen und Mangroven führen Ruth und Karel eine Tauchbasis.  Tom kommt mit Tauchausrüstung und Stefan und Jürg mit Schnorchel, Flossen und Taucherbrille an. Kaum aus dem Boot gestiegen werden wir zum Ferienmachen verdonnert. Als Jürg sein Gepäck ausladen will, wird er von Karel zurechtgewiesen. „Du hast Ferien, wir transportieren das Gepäck!“ begrüsst ihn dieser und nimmt ihm die Tasche aus der Hand. Aha.
Und so geht es weiter. Nachdem wir die wunderschönen Zimmer bezogen haben, gibt’s schon ein feines Mittagessen (für Jürg sogar Vegetarisch).
Fast noch kauend geht’s dann schon ab aufs Boot. Kathrin und Nigel, zwei weitere Gäste aus Deutschland sind auch mit dabei. Draussen am Korallenriff taucht Karel, zusammen mit Kathrin, Nigel und Tom ab in die Tiefen der Karibik und während Kapitän Reefes auf dem Schiff wartet, schnorcheln Stefan und Jürg zwischen bunten Fischen, ebenso bunten Korallen und einer wunderbaren Unterwasserwelt.
Plötzlich ruft der Kapitän uns beide, wild gestikulierend zu und zeigt aufs Meer hinaus.
Wir sehen grosse Flossen auf uns zu schwimmen.
Jesses, sind das Haie, die da direkt auf uns zusteuern?
Bald sehen wir die Tiere von ganz nah, es sind Delphine, die uns auf einmal umrunden. Wow, das haben wir nicht erwartet. Der Spuk dauert eine Weile und einige der faszinierenden Viecher kommen neugierig ganz nah, als das Schauspiel leider auch bald wieder endet und die Horde weiterzieht. Kurz danach kommen die Taucher wieder an die Oberfläche und können kaum glauben, dass wir bei unserem ersten Tauch- bzw. Schnorchelgang Delphine erleben durften. Sie murmeln etwas von ungerechter Welt und Anfängerglück.
Drei ganze Tage lang sind wir jetzt am Tauchen bzw. Schnorcheln. Am dritten Tag steht das Blue Hole auf dem Programm, eine kreisrunde Unterwasserhöhle von 300 Metern Durchmesser und 130 Metern Tiefe. Jürg schafft es auf fast 20 Meter Tiefe, muss dann aber 110 Meter vor dem Grund aufgeben, um an der Oberfläche wieder Luft zu schnappen.
So geniessen wir drei Tage lang eine faszinierende Unterwasserwelt, sehen Feuerfische und Adlerrochen, Korallen und Baracudas, füttern einen Fischschwarm mit Melonen und überleben einen Krokodilangriff.
Jawohl, als wir nämlich nach unserem letzten Ausflug ins Ressort zurück kommen und wie immer unsere Füsse im dafür vorgesehenen Wassereimer waschen wollen, liegt in diesem ein kleines Krokodil. Als Jürg sich das Tierchen näher anschauen will schnappt es sogleich nach ihm und er bringt in letzter Sekunde (oder eher Bruchteile selbiger) seine Finger wieder in Sicherheit. Ein angriffiges Kerlchen.
Das waren wirklich schöne Tage mit Ruth, Karel, Reefes, Kathrin, Nigel und natürlich Tom.

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