Mittwoch, 8. Dezember 2010

Wie weiter? (Jürg)

Costa Rica, Tag Nummer 151.

Nun, nach 150 Tagen hat auch Stefan beschlossen, demnächst (voraussichtlich in Cartagena, Kolumbien) wieder nachhause zu fliegen. Claudio hatte das Heimweh ja bereits nach 5 Wochen gepackt.
Für mich keine so einfache Situation. Mir macht das Reisen mit dem Fahrrad noch immer Freude. Die verschiedenen Länder, die wunderbaren Landschaften, die Natur und auch die Begegnungen sind mir die Strampelei und auch die Entbehrungen, die eine solche Reise mit sich bringt noch immer absolut wert. Trotzdem werde ich dann wohl auch den Weg nachhause einschlagen. Alleine weiter zu radeln ist mir aus verschiedenen Gründen zu anstrengend (Sicherheit, Langeweile, wenn ich monatelang alleine durch die Landschaft radle ohne die Eindrücke teilen zu können und schliesslich die Gepäcksituation). 
Schon als Claudio uns verlassen hatte, mussten wir die ganzen Kochsachen von ihm übernehmen, jetzt kämen noch die Werkzeuge, Ersatzteile und der Laptop dazu, dabei schleppe ich bereits gegen 70 Kilo mit mir herum.
In den nächsten Wochen werde ich mich noch umschauen, ob grad ein anderer Radler (der genau weiss, was so eine Tour mit sich bringt) im etwa selben Zeitrahmen die vorgesehene Strecke unter die Räder nimmt. Dann würde ich mich allenfalls anzuhängen versuchen. Ja nu, wir werden sehen…….

1 Kommentar:

  1. Hallo Jürg!
    Wir drücken alle Daumen, dass Du jemanden findest, mit dem Du die restliche Strecke zurücklegen kannst. Wir wissen aber auch, wie schwierig es ist, andere Traveller zu finden und unter denen dann auch noch den geeigneten... Wenn es Dir nicht gelingen sollte und Du den Nachhauseweg einschlägst, so ist das eine zu respektierende Entscheidung. Auch Du warst, als Du Dich für die Reise entschieden hattest, sehr mutig. Wir wissen, wie schwer es Dir gefallen ist, z.B. Deine Arbeit für eine Weile ruhen zu lassen, um radelnderweise einen ziemlich großen Kontinent zu entdecken. Auch Du hast für Dich erkannt, was Dir gefällt, was geht und was nicht geht. Hut ab vor dem, was schon geleistet wurde!

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