Tja, der eine oder die andere wird schon ahnen um was es geht......
Ich werde die Reise in Cartagena (Kolumbien) beenden.
Die Gründe sind vielfältig, es gibt keine eigentliche "Hauptursache" für meinen Entscheid.
Fest steht, dass ich im "allgemeinen" reisemüde geworden bin.
Jeden Tag weiter fahren, am Abend eine Übernachtungsmöglicheit suchen, dann sich
noch um das Essen kümmern und am nächsten Tag wieder weiter pedalen riefen bei mir gewisse Abnützungerscheinungen bzw. "Alltagsroutinen" hervor.
Ich fragte mich mit der Zeit was ich hier eigentlich mache und ob es das ist, was ich suchte und wollte: Aufstehen, Velofahren, essen, schlafen. Aufstehen, Velofahren, essen, schlafen. Jeden Tag, jede Woche.
Ich werde die Reise in Cartagena (Kolumbien) beenden.
Die Gründe sind vielfältig, es gibt keine eigentliche "Hauptursache" für meinen Entscheid.
Fest steht, dass ich im "allgemeinen" reisemüde geworden bin.
Jeden Tag weiter fahren, am Abend eine Übernachtungsmöglicheit suchen, dann sich
noch um das Essen kümmern und am nächsten Tag wieder weiter pedalen riefen bei mir gewisse Abnützungerscheinungen bzw. "Alltagsroutinen" hervor.
Ich fragte mich mit der Zeit was ich hier eigentlich mache und ob es das ist, was ich suchte und wollte: Aufstehen, Velofahren, essen, schlafen. Aufstehen, Velofahren, essen, schlafen. Jeden Tag, jede Woche.
Obwohl mir das Vorwärtskommen mit dem Velo bis anhin Spass gemacht hat bin ich mittlerweilen der Meinung,
für eine Reise durch diese Länder und mit dieser grossen Distanz ein motorisiertes Fahrzeug (Töff) für mich die bessere Wahl gewesen wäre.
Viele der durchfahrenen Gebiete waren es aus meiner Sicht nicht "Wert", sie mit 18 Km/h zu bereisen. Endlose Kuhweiden, Wälder etc. sehen mit der Zeit alle gleich aus. Hier war ich vielleicht etwas ungeduldig, ich wäre dort gerne schneller vorwärts gekommen und hätte dafür an den schönen Orten (Highlights) mehr Zeit gehabt.
Desweiteren sind wir mit dem Velo praktisch immer auf den Hauptstrassen bzw. in den Städten unterwegs. Mich würden halt (oder vor allem) auch die abgelegenen Orte und Hotels reizen.
Aber mit dem Velo macht man halt nicht mal eben einen Abstecher von 15 km hinunter an einen Strand, auf einen Hügel rauf etc.
Als äusserst kommunikative und gwundrige Person störte mich im Verlaufe der Reise auch immer mehr, dass ich mit meinem Spanisch halt doch auf den Standardsituationen wie Essen bestellen, Hotelzimmer buchen und anderem Smalltalk "hängen" blieb. Wir hatten wirklich viele interessante Begegnungen bei denen ich oft mehr Tiefgang in den Gesprächen gewünscht hätte (und vom Gegenüber auch gekommen sind) , wäre da nicht mein limitiertes Spanisch gewesen.
Von Jürg konnte ich (leider) nicht mehr erwarten, er ist ziemlich Spansich "resistent", andererseits ist ihm der (tiefgründigere) Kontakt mit den angetroffenen Personen nicht so wichtig wie mir.
Ein weiterer, ganz wichtiger Grund ist natürlich Tom, mein Mann und Lebenspartner. Es war für mich sicher die grösste Hypothek die diese Reise mit sich brachte, nach 13 Jahren intensiver und abwechslunsgreicher Partnerschaft für ein Jahr ohne ihn zu verreisen und ihn in der Schweiz zurück zu lassen.
Ich kann ihm nur ein Kompliment machen: Er liess mich ziehen und "engte" mich nicht ein. Auch mein jetziger Entscheid entstand nicht auf Druck von ihm. Danke für diese Freiheit Tom!
Abschliessend muss ich sagen das da auch noch eine Art Heimweh dazu kommt, obwohl ich mich in den 160 Tagen nie wirklich unwohl gefühlt habe. Und trotzdem, die vertraute Umgebung, ein Umfeld das meine Muttersprache spricht, ein gewohntes Essen, etc. sind Dinge die mir schon fehlen.
Auch der unmittelbare Kontakt/ Anblick der (zum Teil) krassen Armut der in vielen der durchreisten Länder herrscht setzte mir zu, auch wenn meine
Rückkehr nichts an der Situation der Leute dort verbessert.
Nun denn, bis zu meiner Rückkehr sind es jetzt noch gut 6-8 Wochen. Vorerst geniesse ich Costa Rica wo wir gegenwärtig sind. Dann gehts weiter nach
Panama und als krönender Abschluss (mindestens für mich) setzen wir mit einer Segeljacht via den San Blas Inseln nach Kolumbien über.
Ihr könnt euch also auf weitere Blogeinträge freuen; Fotos knipsen wir natürlich weiterhin und laden die auch hoch.
Beste Grüsse aus Costa Rica,
Stefan
für eine Reise durch diese Länder und mit dieser grossen Distanz ein motorisiertes Fahrzeug (Töff) für mich die bessere Wahl gewesen wäre.
Viele der durchfahrenen Gebiete waren es aus meiner Sicht nicht "Wert", sie mit 18 Km/h zu bereisen. Endlose Kuhweiden, Wälder etc. sehen mit der Zeit alle gleich aus. Hier war ich vielleicht etwas ungeduldig, ich wäre dort gerne schneller vorwärts gekommen und hätte dafür an den schönen Orten (Highlights) mehr Zeit gehabt.
Desweiteren sind wir mit dem Velo praktisch immer auf den Hauptstrassen bzw. in den Städten unterwegs. Mich würden halt (oder vor allem) auch die abgelegenen Orte und Hotels reizen.
Aber mit dem Velo macht man halt nicht mal eben einen Abstecher von 15 km hinunter an einen Strand, auf einen Hügel rauf etc.
Als äusserst kommunikative und gwundrige Person störte mich im Verlaufe der Reise auch immer mehr, dass ich mit meinem Spanisch halt doch auf den Standardsituationen wie Essen bestellen, Hotelzimmer buchen und anderem Smalltalk "hängen" blieb. Wir hatten wirklich viele interessante Begegnungen bei denen ich oft mehr Tiefgang in den Gesprächen gewünscht hätte (und vom Gegenüber auch gekommen sind) , wäre da nicht mein limitiertes Spanisch gewesen.
Von Jürg konnte ich (leider) nicht mehr erwarten, er ist ziemlich Spansich "resistent", andererseits ist ihm der (tiefgründigere) Kontakt mit den angetroffenen Personen nicht so wichtig wie mir.
Ein weiterer, ganz wichtiger Grund ist natürlich Tom, mein Mann und Lebenspartner. Es war für mich sicher die grösste Hypothek die diese Reise mit sich brachte, nach 13 Jahren intensiver und abwechslunsgreicher Partnerschaft für ein Jahr ohne ihn zu verreisen und ihn in der Schweiz zurück zu lassen.
Ich kann ihm nur ein Kompliment machen: Er liess mich ziehen und "engte" mich nicht ein. Auch mein jetziger Entscheid entstand nicht auf Druck von ihm. Danke für diese Freiheit Tom!
Abschliessend muss ich sagen das da auch noch eine Art Heimweh dazu kommt, obwohl ich mich in den 160 Tagen nie wirklich unwohl gefühlt habe. Und trotzdem, die vertraute Umgebung, ein Umfeld das meine Muttersprache spricht, ein gewohntes Essen, etc. sind Dinge die mir schon fehlen.
Auch der unmittelbare Kontakt/ Anblick der (zum Teil) krassen Armut der in vielen der durchreisten Länder herrscht setzte mir zu, auch wenn meine
Rückkehr nichts an der Situation der Leute dort verbessert.
Nun denn, bis zu meiner Rückkehr sind es jetzt noch gut 6-8 Wochen. Vorerst geniesse ich Costa Rica wo wir gegenwärtig sind. Dann gehts weiter nach
Panama und als krönender Abschluss (mindestens für mich) setzen wir mit einer Segeljacht via den San Blas Inseln nach Kolumbien über.
Ihr könnt euch also auf weitere Blogeinträge freuen; Fotos knipsen wir natürlich weiterhin und laden die auch hoch.
Beste Grüsse aus Costa Rica,
Stefan
Hallo Stefan
AntwortenLöschenHallo Jürg
Respekt. Es braucht Mut, eine solche Reise vorzeitig abzubrechen und nach Hause zurückzukehren. Aber so kenne und schätze ich dich Stefan; wenn sich bei dir einmal gewisse Überzeugung eingestellt hat, dann lebst du dieser auch nach, so oder so. Da ziehe ich den Hut. Natürlich werden mir die vielen bunten Reiseimpressionen fehlen, aber ich freue mich schon jetzt darauf, hier zuhause euren Reiseberichten live lauschen zu können. Vorher bin ich aber gespannt auf eure weiteren Blogeinträge samt Fötelis und werde mich auch für den Rest eurer Reise mit meinen Kommentaren nicht zurückhalten.
Herzliche Grüsse von
Jürgen
Lieber Stefan
AntwortenLöschenLieber Jürg
Auch wenn es für einen "Daheimgeblieben" schwierig ist Euren (Dein) Entscheid zu verstehen, die schöne "Freiheit" und das Leben zu geniessen aufzugeben. Aber vermutlich muss man erst einmal selbst den Mut haben dies überhaupt anzupacken und umzusetzen, was Ihr ja geschafft habt und ich wirklich toll finde. Natürlich freue ich mich schon bald Euch wieder in "unserer Wirklichkeit" (Schei...Wetter) zu sehen, kostet jede Minute welche Euch noch bleibt voll aus. Also bis bald in diesem Theater freue mich auf ein Wiedersehen Markus
Stefan,
AntwortenLöschenI just received your post-card from Belize today which of course led me to your blog (you gave the web address on it). I keep thinking to you and Jurg wondering how you're getting along; even Charlie has asked on occasion about "the Swiss guys". With my limited German, we read a bit of your blog (Charlie was happy you mentioned him, but he says 'I wasn't happy about giving them my room'...don't worry, it's good for him to give to others).
I'm sorry to read of your decision to stop your trip, but it's nothing to be ashamed of. Six months of relentless routine loses its enjoyment and with the prospect of six more months ahead, it loses it purpose.
I have the utmost respect for you for just daring to start on such an excursion. It's not easy to stop, but again I have respect for making such a difficult decision. In the end, it will still be the adventure of a lifetime.
-Dan Jansen
hey Stefan und Jürg,
AntwortenLöschensicher keine leichte Entscheidung, ich kann es aber verstehen. Respekt was Ihr da geleistet habt - ich könnte es nicht mit dem Velo. Schade eigentlich dass einem so etwas Schönes wie so eine Reise auch verleiden kann aber es ist halt so und dann sollte man es auch nicht stur durchzieh0f9se9999999999, sch... jetzt hat mir so ein Papagei in die Tastatur gekackt...
Wünsche Euch noch einen super "Rest", geniesst es und wünsche Jürg dass er noch jemanden sympathisch-motivierten findet, mit dem er noch weiter pedalen kann! Stefan ich gebs zu, ich persönlich freu mich natürlich Dich wieder zu sehen um unseren gemeinsamen Hobbies zu frönen. liebe Grüsse Tom
Hallo Stefan, hallo Jürg!
AntwortenLöschenEs war ungemein mutig, die Entscheidung für diese Reise zu treffen. Genauso mutig war es, sie tatsächlich anzutreten und es ist ebenso mutig, sie abzubrechen, wenn man spürt, dass die Zeit dafür gekommen ist.
Stefan, Du hast im Blog-Artikel eine Menge über Deine Beweggründe geschrieben. Wichtige Erkenntnisse, wie wir finden, ganz im Sinne von "eine Reise ist immer auch eine Reise zu sich selbst!"
Als noch-Mitstreiter können wir einiges von dem, was Stefan berichtet, nachvollziehen (und wir sind motorisiert!). Es ist nicht immer leicht und es macht nicht immer bärigen Spaß (aber oft).
Alles Gute und toi, toi, toi für die nächsten Schritte.
Viele Grüße aus Belize
Rebecca und Fred
Hello Stefan and Juri!
AntwortenLöschenNice to hear from you.
I understand you want to quit, it is hard and though to bike like that every day. As I wrote, my motivation is also very low.
But from Vancouver to Panama is a very good and long distance.
In Costa Rica I biked along the coast. Is easier than inland, but still much small up and down hills all the time. I had much rain as well.
I will probably be in Quito, Ecuador around Christmas and try to be in Lima, Peru middle of January. So if, Juri still want to bike, he can take a flight or bus and meet me. He is more than welcome to join me, if he still want to bike.
Take care and enjoy your last days on the bike.
Keep in touch!
Hasta luego!
-kim tomas
Happy Birthday to you!!!!
AntwortenLöschenEy Stefan, gratuliere Dir ganz herzlich zum Geburtstag! Alles Gute und Gesundheit! Freu mich sehr Dich zu meinen Freunden zu zählen und hoffe auf viele weitere Abenteuer zusammen! Liebä Gruess Tom (PS: es lebe die CD-RW!)
Hallo ihr zwei!
AntwortenLöschenseit wir von unserer veloreise zurück sind, haben wir oft euren blog verfolgt, oft in erinnerungen geschwelgt, und immer gespannt gelesen, wies euch geht. nun also, der etwas andere blog eintrag von euch - auch diesen können wir nachvollziehen, bei jedem grund nicken und dich stefan (auch jürg), verstehen. eine veloreise ist etwas ganz besonderes, sie geht tief ins innerste, verlangt, fordert, belohnt, berührt und das alles muss verarbeitet werden. wenn man immer weitergeht, kann man das nicht, das "daheim", das "nest" fehlt - mir gings auf alle fälle so, hat genau nach 5 1/2 monaten angefangen und ich hab mich auch am tag der abreise nach insgesamt 8 monaten unglaublich auf mein "daheim" gefreut - und vermisse nun die ferne(der mensch und seine emotionen, unglaublich...)! egal, ich weiss nicht, wie fest dein entscheid ist, etwas würde ich nämlich das nächste mal anders machen und ist evtl. ein tipp für dich: nach ca. 6 monaten einen längeren einsatz bei einer organisation einschieben, dort könntest du auch die sprache lernen und dann nochmals einige monate weiter. in mittelamerika gibts sicher hundere von möglichkeiten, gerade in costa rica - und spanisch-schulen;-) wie auch immer es kommt, was ihr erlebt habt, kann euch keiner nehmen und es ist, nebenbei gesagt, eine riesen leistung! raus aus der sicheren umgebung mit allem was man hat, aufs minimum reduziert durch die welt pedalen, es ist eine herausforderung, seid stolz auf euch, all das hat mut gebraucht, wie auch deine entscheidung nun! alles liebe von Manu (& chrigu..er hat noch oft gesagt, dass er doch besser mit euch hätte mitfahren sollen...ist auch menschlich;-))
Lieber Stefan
AntwortenLöschenIch verstehe Deine Beweggründe absolut und freue mich persönlich natürlich sehr, Dich Anfang nächsten Jahres wieder zu sehen. Bis dahin werde ich Deinen/euren Blog weiterhin mit Genuss lesen. Ich finde diesen nämlich sehr lebendig und unterhaltsam geschrieben, so dass man das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein. Vielen Dank für die bisherigen Beiträge und die, die da noch kommen.
Ganz liebe Grüsse auch an Jürg, Nani & Eflamm mit Anatole (der übrigens bereits 6kg schwer und 62cm gross ist, ein grosser Kleiner, sozusagen)
Hallo Stefan und Jürg,
AntwortenLöschenendlich habe ich Euren Blog gefunden, wir hatten die adresse verbusselt!
Wir haben uns das letztemal in Montery getroffen und Jürg hat uns zum Abschied das Geschirrtuch an die Wäscheleine genäht!
Wir haben unsere Begegnungen sehr genossen und später oft an Euch gedacht. Ihr wart ´ne echt lustige Truppe.
Dass Ihr nun die Tour etwas früher als geplant beendet, ist eben auch eine weitere Erfahrung, so schmerzlich sie auch sein mag.
Wir, Fritz und ich, hatten das Glück, bis zum Ende beide mit Begeisterung radeln zu können. Und so haben wir uns das leise Fernweh mit nach Hause geholt.
Vielleicht findest Du Jürg ja noch einen Partner zum Weiterradeln, wir wünschen es Dir ganz herzlich.
Euch beiden noch viele schöne Erlebnisse und eine gute Heimkehr in die schöne Schweiz.
Falls es Euch mal nach Wolfsburg verschlagen sollte, seid Ihr herzlich willkommen, ob mit oder ohne Rad!
Karin und Fritz
www.usaradeln.de
Lieber Stefan
AntwortenLöschenIch gehoere auch zu den Lesenden im Hintergrund.
Jetzt, zu guter Letzt, soll sich das noch aendern.
Wie wohl alle, verstehe ich jedes Wort deiner Entscheidung. Ich bewundere, was ihr beide geschafft habt!
Wuensche ich dir nun einen schoenen Abschluss deiner fantastischen Reise und eine glueckliche Heimkehr.
Susanne Chr