Samstag, 16. Oktober 2010

Zacatecas – Sombrerete – San Luis Potosi

Weiterhin zu dritt unterwegs machten wir uns von Durango auf den Weg nach Zacatecas. In Sombrerete mussten wir eine Nacht extra einlegen, da ich mir (gelinde gesagt) eine Magenverstimmung eingeholt hatte. Diese dauerte dann noch gut 5 Tage an. Weiter gings über Fresnillo, wo wir in einem (12) Stundenhotel übernachteten und um 6 Uhr morgens zum Bett herausgeholt wurden, schöne Scheisse obwohl das Zimmer an sich sehr grosszügig und sauber war! 

In Zacatecas angekommen machten wir zwei Tage Pause und sahen uns die Stadt etwas genauer an, nachdem sie in unserem Veloguide und auch im Internet als sehenswert beschrieben worden war (Unesco Weltkulturerbe und so). Tatsächlich, die Stadt hat was zu bieten. Neben der schönen Altstadt besichtigten wir auch eine Silber/ Kupfer Mine die für das Publikum zugänglich gemacht worden ist. 
Die Mine ist beeindruckend, wenn gleich ein grosser Teil die Mineralienausstellung einnimmt die ich mässig spannend fand. Trotzdem, man bekommt einen Eindruck wie hart die Arbeit in der Mine war, durchschnittlich wurden die Minenarbeiter (darunter auch viele die im Kindesalter begannen zu arbeiten) 35 Jahre alt. Gleich anschliessend an den Minenbesuch fuhren wir mit der Seilbahn (Hecho in Suiza, Garaventa) über die Stadt vom einen Hausberg zum anderen. Eine tolle Idee, so eine Seilbahn mitten über die Stadt zu spannen. Bilder davon gibt es im Album Mexico.

Nach Zacatecas reisten wir in 2 Tagen nach San Luis Potosi wobei der zweite Tag eine Tortur war. Über „rollende“ Hügel, (also eigentlich sanft im Anstieg aber halt doch immer 150 -200 Höhenmeter), dafür aber mit extremen Gegenwind schafften wir die 100km gerade noch so rechtzeitig bevor es ganz dunkel wurde. Ursprünglich wollten wir in San Luis Potosi nur 1-2 Nächte bleiben, entschieden uns jedoch für 3 Nächte. Die Stadt ist für mich wie eine Oase. Richtig gross, ein Centro Historico das aus meiner Sicht viel schöner und grosszügiger ist als jenes von Zacatecas. Nebenbei gibt es in vielen Parks gratis Internet (SSID „El Gobierno de todo was soviel heisst wie „die Regierung für alle“), gute Restaurants, wir haben ein Hotel mitten im Zentrum und doch absolut ruhig. Auf dem Stadtrundgang fanden wir auch einen Velomechaniker der mir das Tretlager fachmännisch tauschen konnte, da meines nach gut 10'000 km schlapp machte (soviel zum Thema Longlife). Alles in allem war für mich diese Stadt sehr erbaulich, nachdem ich die vergangenen Tage etwas Reisemüde geworden war. Morgen geht’s dann weiter Richtung Süd-Ost an die Atlantikküste wo uns (leider) wieder heiss- feuchtes Wetter erwartet.

2 Kommentare:

  1. Hoi Stefan

    Das tönt ja spannend aber auch sehr anstrengend. Die Bilder werde ich mir auch gleich noch anschauen. Ich freue mich immer, wenn Du wieder etwas neues im Blog geschrieben hast, den ich regelmässige besuche. Übrigens ist der Gordito immer noch im Bauch drin, es scheint ihm dort gut zu gefallen :). Ich melde mich sicher, wenn le petit dann da ist.
    Hier ist übrigens fast schon der Winter eingebrochen und ein bisschen Wärme von der Du schreibst wäre hier im Moment nicht schlecht. Dir/euch wünsche ich weiterhin viel Energie und Ausdauer für die nächsten Tage, Wochen, Monate.

    Liebe Grüsse und Güsgen,
    Nani

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  2. Ciao Stefan
    Chaupeaux, Respekt! Was Ihr hier macht oder vielleicht besser manchmal "durchmacht" verdient Hochachtung. Und nebenbei noch fotografieren, texten und die Website updaten irgendwo in der Pampa - SUPER...WEITER SO! Mit viel Interesse verfolge ich Euer Tun respektive Abenteuer und hoffe dass alles weiter so klappt.
    Viel Glück, Gruss Hansruedi (Canon Dietlikon)

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